Prep Clinic Berlin

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PrEP ist ab dem 01.05.2019 Kassenleistung

Wann ist für mich PrEP
Check deine Risiko:

  • ich bin ein schwuler oder bisexueller Mann
  • ich bin HIV negativ aber mein Partner ist positiv
  • ich bin Sexworker
  • ich bin AOK Versicherter

FAQ

Bevor du einen Termin in unserer Praxis machst, um dich weiter über PrEP zu informieren, lies bitte die von uns zusammengestellten meist gestellten Fragen und deren Antworten unten durch.

Vereinbare einen Termin bei unseren Ärzt*innen, du erhältst direkt ein PrEP Rezept.

Ab dem 01.05.2019 können für die AOK Versicherten schon rückwirkend das Medikament aus Kassenrezept verschreiben.

Alle andern gesetzlich Versicherten erhalten noch ein Privatrezept. Bewahre den Kassenbon für die PrEP in der Apotheke bitte gut auf, da wir davon ausgehen, dass auch andere Krankenkassen rückwirkend die PrEP erstatten werden.

Nicht alle privaten Krankenkassen erstatten die PrEP.  Heb auch du den Kassenbon für die PrEP aus der Apotheke bitte gut auf, da wir davon ausgehen, dass auch andere Krankenkassen rückwirkend die PrEP erstatten werden.

Andere Wege, sich Truvada oder Generika zu besorgen (z. B. im Ausland oder auf dem Schwarzmarkt), können mit Risiken verbunden sein und werden von uns NICHT empfohlen. 

Die PrEP gibt es einem normalen Privatrezept ab 40 Euro pro 28 Tabletten.


PrEP ist die Abkürzung für Präexpositionsprophylaxe und ist ein Schutz vor Ansteckung durch Medikamente vor dem Sex mit HIV. Die PrEP besteht aus den beiden Wirkstoffen Tenofovir (TDF) und Emtricitabine (FTC). Dieses Medikament ist das einzige nachgewiesenermaßen wirksame Medikament zur PrEP. Es ist in Deutschland als Original verfügbar aber auch als Generikum. 

Nicht zu verwechseln ist PrEP mit PEP (Postexpositionsprophylaxe). Bei der PEP nimmt man nach einem HIV-Risiko Medikamente ein, um eine Infektion noch zu verhindern. 


Das PrEP-Medikament enthält zwei Wirkstoffe, welche die Vermehrung in den Körperzellen hindern. Gelangt das Virus beim Sex ohne Kondom in die Zellen von Schleimhäute oder des Immunsystems, kann es sich dort nicht vermehren. Auf diese Weise kann eine Infektion verhindert werden, man bleibt – obwohl schon einzelne Körperzellen infiziert wurden negativ.

Die Wirksamkeit ist in Studien mit schwulen Männern, die ein besonders hohes HIV-Risiko haben, belegt. Gemeint sind Männer, die häufig Sex haben und denen es schwerfällt, Kondome zu verwenden. Die PrEP könnte auch bei heterosexuellen Männern oder Frauen funktionieren. Die bisherigen Studien liefern hier aber keine so überzeugenden Erfolgsdaten. Oft scheiterte der Schutz daran, dass die Teilnehmenden die PrEP nicht regelmäßig einnahmen.

2015 belegten die „Ipergay“ und „PROUD“-Studien bei schwulen Männern eine Senkung des Übertragungsrisikos von 86 Prozent. Insgesamt liegt der Schutz über 90%. Das heißt: In der Gruppe der Männer, die die PrEP einnahmen, gab es nur gut ein Zehntel der Infektionen, die es sonst ohne PREP gäbe. Die PrEP hat somit eine ähnlich gute Schutzwirkung gegen HIV wie Kondome. Entscheidend für die Wirksamkeit ist die regelmäßige Einnahme. Wer Schwierigkeiten mit einer disziplinierten Tabletteneinnahme hat, für den ist die PrEP keine geeignete Methode.

PrEP ist in Deutschland zur dauerhaften PrEP zugelassen, d.h. man nimmt täglich eine Tablette ein.

In einer Untersuchung (IPERGAY) wurde die sogenannte intermittierende PrEP untersucht. Bei dieser anlassbezogenen PrEP nimmt man zwei Tabletten am Tag bzw. spätestens zwei Stunden vor dem Sex ein gefolgt von jeweils einer Tablette am ersten und zweiten Tag nach dem Risikokontakt. In der Studie war die Wirksamkeit der anlassbezogenen PrEP ähnlich gut wie bei dauerhafter PrEP. Dies gilt jedoch wissenschaftlich als noch nicht zweifelsfrei erwiesen und ist in Deutschland NICHT zugelassen. 

Die meisten Menschen vertragen PrEP gut und spüren keine oder kaum Nebenwirkungen. Manche User klagen über Übelkeit, Durchfall, Kopf-, Bauch- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeit oder Schlafstörungen. Die dauerhafte Einnahme von PrEP kann die Leistungsfähigkeit der Niere im sehr unwahrscheinlichen Fall vermindern. Normalerweise bildet sich diese Funktionseinschränkung nach Absetzen von PrEP zurück. Für Gesunde stellt das kein relevantes Problem dar, aber wer kennt schon die Leistungsfähigkeit seiner Niere? Daher muss man vor dem Start der PrEP und dann alle 3 Monate die Nierenfunktion überprüfen. Wer an einer Erkrankung der Niere leidet, sollte keine PrEP einnehmen.

Du erhällst sofort PrEP von uns, auch wenn du in den letzen 4 Wochen kondomlosen Sex (Ficken, Fisten) oder andere risikoreichen Situationen hattest (z.B. Chemsex). Um dich möglichst gut abzusichern, wiederholen wir 4 Wochen später den HIV Test, um eine HIV Infektion auszuschließen, die zu Beginn der PrEP nicht nachweisbar war (das diagnostische Fenster beginnt erst nach 4 Wochen).

Nein. Gegen Syphilis, Tripper, Chlamydien, Mykoplasmen und Hepatitis C bietet die PrEP keinen Schutz. Es kann zu vermehrten STI bei dir kommen, das Risiko sich mit Hepatitis C anzustecken steigt an.

Wenn die PrEP nicht richtig eigenommen wird, kann es zu einer HIV-Infektion kommen. Wird die Infektion dann nicht schnell festgestellt, kann HIV gegen PrEP resistent (unempfindlich) werden. Das Medikament kann dann zur Behandlung der HIV-Infektion nicht mehr eingesetzt werden. Wichtig ist daher, unmittelbar vor dem Start der PrEP sowie im weiteren Verlauf mindestens alle 3 Monate einen HIV-Test durchführen zu lasse.

Ab dem 01.05.2019 können für die AOK Versicherten schon rückwirkend das Medikament aus Kassenrezept verschreiben.

Alle andern gesetzlich versicherten erhalten noch Privatrezept. Bewahre den Kassenbon für die PrEP in der Apotheke bitte gut auf, da wir davon ausgehen, dass auch andere Krankenkassen rückwirkend die PrEP erstatten werden.

Nicht alle privaten Krankenkassen erstatten die PrEP.  Heb auch du den Kassenbon für die PrEP aus der Apotheke bitte gut auf, da wir davon ausgehen, dass auch andere Krankenkassen rückwirkend die PrEP erstatten werden.

Andere Wege, sich Truvada oder Generika zu besorgen (z. B. im Ausland oder auf dem Schwarzmarkt), können mit Risiken verbunden sein und werden von uns NICHT empfohlen. 

Die PrEP gibt es mit einem Privatrezept ansonsten ab 40 Euro pro 28 Tabletten.